Im Mittelmeerraum sind die sonnigen Temperaturen das alles bestimmende Lebensprinzip. Das gilt nicht nur für die Freizeitgestaltung, sondern auch für die Küche. Geht es darum, einem mediterranen Gericht einen passenden Wein aus Italien zuzuordnen, ist Pasta ein sehr willkommenes Beispiel. Viele dieser Gerichte kommen aus Gegenden, in denen auch Wein angebaut wird. Die mediterrane Küche zeigt auf, wie elegant sich Wein und Speisen kombinieren lassen.

Der Klassiker unter den Pasta-Gerichten ist die Variante mit Tomatensoße. Diese zeichnet sich meist durch einen würzigen Geschmack aus. Zu ihr passt ein Pinot Grigio am besten, dessen Geschmack nicht so säurehaltig ist, wie es für einen Weißwein typischerweise üblich ist. Trotzdem hat er einen sehr intensiven Geschmack, der dem charakteristischen Aroma der Tomatensoße ebenbürtig ist. Handelt es sich bei der Tomatensoße um eine, deren Geschmack durch Fleisch geprägt ist, passt zu ihr ein kräftiger Rotwein wie ein Merlot, ein Cabernet Sauvignon oder ein Sangiovese.

Eindeutig verhält es sich mit cremigen Sahnesoßen. Diese harmonieren am besten mit einem Weißwein, der mit seinem leicht säuerlichen Geschmack die Schwere der Sahne geschmacklich aufhebt. Ein Chardonnay oder ein Riesling sind hierzu eine gute Wahl.

Es gibt neben der Tomatensoßen oder der hellen Sahnesoße die Variante des Pesto. Diese ölige Soße passt sehr gut mit einem Sauvignon Blanc zusammen. Dieser Weißwein zeichnet sich durch einen säurebetonten Geschmack aus.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass ein Rotwein immer gut zu dunklen Soßen passt und ein Weißwein zu allen übrigen Varianten passt. Diese Regel greif zwar nicht immer, doch gibt sie eine gute Orientierung. Sie lässt auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Farbe nicht unabhängig vom Geschmack gedacht werden darf. In der Farbe des Weins liegt meistens der geschmackliche Charakter begründet. Ein Rotwein enthält Tannin, das für einen bitteren Geschmack verantwortlich ist. Dieser Stoff steckt in den Schalen der Trauben, welche bei der Herstellung von Rotwein an den Trauben belassen wird. Ganz im Gegensatz zum Weißwein. Von dessen Trauben werden vor dem Gärungsprozess die tanninhaltigen Schalen, Kerne und Stiele entfernt. Ein Grund, warum Weißwein keine Rotfärbung und kein Tannin enthält.